Rituale und Gedanken zum 1. Mai: von Walpurgisnacht, Beltane und anderen Feierlichkeiten

In Berlin steht der 1. Mai, Tag der Arbeit, normalerweise für ein Straßenfest in Kreuzberg mit vielen Menschen und für Proteste. Doch dieses Jahr ist das aufgrund des Coronavirus anders und die Straßen bleiben leer. So findet auch kein Tanz in den Mai statt- höchstens alleine zu Hause. Ein guter Zeitpunkt um sich mit dem 1. Mai anders als sonst auseinanderzusetzen. Welche Frühlingsfeiern gibt es überhaupt so in Deutschland, Europa und der Welt? Und was kann man alternativ in Zeiten von Kontaktverbot machen?

Frühjahrstagundnachgleiche im März – Frühlingsanfang

Der Frühling und die Wiederkehr des Lichtes sind schon ab März spürbar und am 20. oder 21.. März sind Tag und Nacht nach wieder gleich lang. Aus diesem Grund wird diese Zeit auch „Tagundnachtgleiche“ genannt und ab diesem Moment werden die Tage wieder länger bzw. es bleibt länger hell. Die zweite Tagundnachtgleiche findet dann wieder im September (dieses Jahr in Europa am 22.09) statt.

Die Frühjahrstagundnachtgleiche wird in vielen Traditionen als Zeit der Fruchtbarkeit, Regeneration und Wiedergeburt gefeiert. Ostern wird nach dem Datum des Frühlingsäquinoktiums berechnet. In der westlichen Kirche fällt Ostern auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche (die östlich-orthodoxe Kirche feiert Ostern an einem anderen Datum) (siehe https://red-viajes.com/celebrando-el-equinoccio-de-primavera-en-mexico/).

Schlangen aus Licht und Energieportale auf Pyramiden – die Tagundnachgleiche in Mexiko

So treffen sich in Mexiko zur Frühjahrtagundnachtgleiche viele Menschen, ganz in weiß gekleidet, um die archäologischen Stätten herum um die Wiederkehr des Lichtes zu feiern und sich mit Energie für das restliche Jahr aufzuladen.

Die alten Zivilisationen, die sich in Mexiko entwickelten, waren mit der Bewegung der Himmelskörper sehr eng verbunden und in einigen Fällen errichteten sie ihre Gebäude so, dass es an bestimmten Tagen des Jahres Ausrichtungen gab. Heute glauben einige Leute, dass sie sich mit Sonnenenergie zu der Zeit aufladen können, wenn die Sonne direkt über dem Äquator steht und der beste Ort dafür archäologische Stätten seien (siehe https://red-viajes.com/celebrando-el-equinoccio-de-primavera-en-mexico/).

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Die archäologische Maya-Stätte von Chichén Itzá ist der beliebteste Ort in Mexiko, um die Frühlings-Tagundnachtgleiche zu feiern. Das berühmteste Gebäude des Ortes, der Kulkulkan-Tempel, ist Schauplatz einer dramatischen Demonstration des astronomischen Wissens der Maya. Jedes Jahr zur Herbst- und Frühjahrstagundnachtgleiche spielt das Sonnenlicht ein Spiel aus Licht und Schatten, das es wie eine Schlange erscheinen lässt, die die Stufen der Pyramide hinunterrutscht. Die Wirkung beginnt am späten Nachmittag, gegen 16.00 Uhr, und dauert etwa eine Stunde. Die Schlange erscheint für einige Tage, vom 19. bis 23. März, aber am eigentlichen Tag der Tagundnachtgleiche ist die Wirkung offensichtlicher (ebd.).

Ein weiterer besonderer Versammlungsort ist dabei die Pyramide Teotihuacán, die ca. 30 Kilometer nordöstlich von Mexiko Stadt entfernt liegt. Viele der Teilnehmenden erklimmen morgens die 360 Stufen zur Spitze der Pyramide, um sich den „Energieportalen“ zu nähern. Indem sie ihre Arme zum Himmel heben und die Wärme der Sonne genießen, nehmen sie genug Energie für das ganze Jahr auf (siehe https://www.ef.com.mx/blog/language/8-increibles-tradiciones-de-primavera-alrededor-del-mundo/).

Ich war selbst einmal auf der Pyramide, jedoch mitten im Sommer und der Mittagshitze und habe von meinem „Energie-Aufladungsversuch“ einen ziemlich schlimmen Sonnenstich bekommen…

Frühlingsanfang weltweit

Auf der ganzen Welt wird auf unterschiedliche Art und Weise der Frühlingsanfang gefeiert. Hier einige Beispiele:

Frühlingsfest in Uruguay: Eine sehr fröhliche Parade
Obwohl auf dieser Seite der Welt der Frühling am 23. September eintrifft, wird er am zweiten Samstag im Oktober gefeiert. Die traditionelle Parade geschmückter Pferdekarawanen zieht durch die Straßen verschiedener Städte dieses Landes und heitert sie mit Musik und Farben auf (siehe https://servantrip.es/celebraciones-fiestas-inicio-primavera-mundo/).

Frühlingsfest in Polen: Der Tod von Marzanna
Warschau ist die polnische Hauptstadt, und hier wird der Frühling am sehnlichsten erwartet. Die polnische heidnische Tradition stellt das Ende des Winters dar, und am 21. März findet eine Parade statt, bei der die Sphinx der Göttin Marzanna (die mit Riten im Zusammenhang mit dem Tod und der Wiedergeburt der Natur verbunden ist) nicht versäumt werden darf. Dieser Tag ist unter jungen Menschen etwas Besonderes, weil sie ihn nutzen, um nicht zur Schule zu gehen (ebd.).

Frühlingsfeier in Indien: Buntes Pulver!
Obwohl diese Feier nicht besonders zu Frühlingsbeginn stattfindet, feiert sie die Ankunft des Vollmondes im März und fällt zeitlich zusammen. Die Grundlage dieser Tradition beruht darauf, sich vom Bösen zu entfernen und das Leben zu feiern. Joliká ist die Zeremonie des Anzündens eines Feuers, um den Sieg des Guten über das Böse zu symbolisieren. Das Fest von Holi wird einen Tag nach Joliká gefeiert, es ist ein fröhliches und farbenfrohes Fest, Kinder und Erwachsene werfen verschiedenfarbigen Staub in die Straßen, die Menschen singen und freuen sich, das Leben zu genießen, das Fundament dieses Festes (ebd.).

Frühlingsfest in Ägypten: Fest am Nil
Das Fest in diesem Land wird nicht während der Frühlings-Tagundnachtgleiche gefeiert, sondern die Ankunft dieser Jahreszeit wird gefeiert. Es heißt Sham el Nessim und ist mehr als 4500 Jahre alt, als es im alten Ägypten den Beginn der Erntezeit markierte. Die Tradition basiert darauf, dass Tausende von Ägyptern sich den Ufern des Nils nähern und gemeinsam essen, singen und tanzen, während sie die Landschaft und die kleinen Boote bewundern, die auf ihr fahren (ebd.).

Frühlingsfest in Russland: Auf Wiedersehen, kalter Winter!
Das Kuriose an der Feier dieses Tages in Russland ist nicht, dass es den Frühlingsanfang feiert, sondern dass es das Ende des Winters feiert. Sie wird im Monat März gefeiert, aber es gibt kein festes Datum im Jahr. An diesem Tag ist es Tradition, viele Crepes mit Kaviar oder Marmelade zu essen, je nach Geschmack (ebd.).

Frühlingsfest in China: Hommage an die Vorfahren
Das Fest heißt Qingming und findet im April, am 104. Tag nach der Wintersonnenwende, statt. Die Tradition besagt, dass sich die Menschen am Grab ihrer Vorfahren versammeln, sie reinigen und ihnen Essen und Trinken anbieten. Die Menschen singen und tanzen und nutzen die Gelegenheit, um das Land für die Ernte vorzubereiten (ebd.).

Japans Frühlingsfest: Ein Tag, um die Schönheit der Natur zu bewundern

Blühender Kirschbaum


Von Ende März bis Anfang April blühen die japanischen Kirschbäume, die Sakuras, oder Sakuras. Die Feier wird „hanami“ genannt, was „Blumen sehen“ bedeutet, und das ist es, was getan wird, wörtlich genommen. Sie wird mit Picknicks und Partys gefeiert, um die Schönheit der Blumen zu bewundern, die den Übergang der Natur symbolisieren, denn das Kurioseste an japanischen Kirschbäumen ist, dass sie ein sehr kurzes Leben haben, nur eine Woche, und dass sie eine Metapher des Lebens darstellen, die zwar schön, aber vergänglich ist (ebd.).

Woher kommt eigentlich Ostern?

Photo by Boris Manev on Pexels.com

Ein Großteil der Welt feiert um diese Zeit herum Ostern. Entweder, wie in meiner Familie ohne religiöse Absichten und einfach, um zusammen mit der Familie Kuchen zu essen und Kaffee zu trinken, gemeinsam Zeit zu verbringen und „Ostereier“, also kleine Geschenke, in der Wohnung oder im garten zu verstecken. Ostern ist aber das Fest, bei dem die Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird und der wahrscheinlich wichtigste Feiertag im christlichen Kalender. Die Fastenzeit, die vierzigtägige Zeitspanne, die mit dem Ostersonntag endet, wird als Phase des Verzichts und des Überdenkens eigener Schwächen und Muster gesehen, die den vierzigtägigen Aufenthalt Jesu in der Wüste widerspiegeln soll (siehe https://www.ef.de/blog/language/ostern-woher-kommt-der-osterbrauch/).

In der hebräischen Bibel wird die Zeit um Ostern als Passahfest bezeichnet und ist der Erinnerung an die Befreiung der Juden aus der ägyptischen Gefangenschaft gewidmet (ebd.).

Wenn man aber noch ein wenig tiefer gräbt und weiter in der Geschichte zurückgeht, scheint es als ginge das Feiern in dieser Zeit des Jahres auf noch ältere Dinge als die Traditionen jüdisch-christlicher Religion zurück. Ostern findet meist zur selben Zeit statt wie die erwähnte Tagundnachtgleiche im Frühling, wenn es nach einer langen Phase von Dunkelheit wieder gleich viel Licht gibt. Das macht die Ankunft des Frühlings vor allem im Norden zu einem freudig erwarteten Anlass für Feierlichkeiten (vgl.ebd.).

So sind die ursprünglichen Frühlingsfeste uralte, spirituelle Festlichkeiten, um die Zyklen von Erde und Mond zu ehren und sich über das Auftauchen der ersten Pflanzen und Blumen des neuen Jahres zu freuen. Es gibt also eine geheimnisvolle Verbindung zwischen unserem bunten Osterfest, der Sonne, dem Sonnensystem und dem Erblühen des Lebens auf unserem Planeten. So gilt die germanische Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit Ostara, als Inspiration des heutigen Namens für das Osterfest (vgl.ebd.).

So gewinnen diese vorchristlichen Bräuche und Traditionen heutzutage auch wieder vermehrt Beachtung und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Mich faszinieren diese Zusammenhänge sehr und auch in meinem Freundeskreis und gesellschaftlich kann mein diese Rückbesinnung zur Natur, zum Wunsch sich mit einem großen Ganzen zu verbinden und der Suche nach Sinnhaftigkeit im Leben verstärkt erkennen.

Ein bisschen Magie und Hexerei – Walpurgisnacht und Beltane am 1. Mai

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Nun ist seit der Frühjahrstagundnachtgleiche schon wieder über einen Monat vergangen und die Tage sind länger, überall blühten die Kirsch- und Mandelbäume und es wurde wärmer. Hier in Deutschland kennen viele den Übergang vom 30. April zum 1. Mai als Walpurgisnacht oder als Tanz in dem Mai, bei dem unter anderem Maifeuer angezündet werden. Auf „I am Expat“ erklärt Naina Pottamkulam anderen Expats „Deutschlands super-gespenstische Hexennacht“ (https://www.iamexpat.de/lifestyle/lifestyle-news/walpurgisnacht-german-night-witches-explained, eigene Übersetzung) wie folgt:

„Die Ursprünge der Walpurgisnacht lassen sich bis zu den heidnischen Festen zurückverfolgen, mit denen die Ankunft des Frühlings gefeiert wurde. Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass die Walpurgisnacht, die auf den Vorabend des 1. Mai fällt, genau sechs Monate vor Halloween stattfindet. Das ist kein Zufall.

Sowohl Halloween als auch die Walpurgisnacht haben ihren Ursprung in heidnischen Festen (bekannt als Samhain bzw. Beltane), die den Wechsel der Jahreszeiten kennzeichneten. Diese Tage waren besonders wichtig, weil man glaubte, dass sie dann stattfanden, wenn der Schleier zwischen den Geisterwelten und unserer am dünnsten war“

https://www.iamexpat.de/lifestyle/lifestyle-news/walpurgisnacht-german-night-witches-explained

Im Laufe der Zeit, als Europa allmählich christianisiert wurde, verflochten sich diese heidnischen Feste der Saisonalität und Fruchtbarkeit auf unerklärliche Weise mit der Legende einer englischen Nonne namens Walpurga. Walpurga kam im späten achten Jahrhundert mit der Mission der Christianisierung der Sachsen nach Deutschland. Später wurde sie Äbtissin im Kloster Heidenheim (ebd.).

Walpurga kämpfte nicht nur gegen „Pest, Tollwut und Keuchhusten“, sondern wurde auch dafür gefeiert, dass es ihr gelang, der heidnischen Zauberei ein Ende zu bereiten (ebd.). Nach ihrer Heiligsprechung beteten die Christen daher über die Walpurga zu Gott, um sich vor Hexerei zu schützen. Walpurga wird traditionell mit dem 1. Mai in Verbindung gebracht, weil ein mittelalterlicher Bericht über ihre Heiligsprechung an diesem Tag im Jahr 870 berichtet. Die Überschneidung des Datums mit dem heidnischen Fest ist wahrscheinlich völlig zufällig, diente jedoch einem nützlichen Zweck für diejenigen, die noch immer an dem Glauben festhalten, den Missionare wie die Walpurga zu zerstreuen suchten: Durch die Verschränkung der beiden Bräuche konnten die Heiden ihr Frühlingsfest ohne Angst vor Repressalien weiter feiern (ebd.).

Wie dies nahelegen würde, war die katholische Kirche in ihrem Versuch, heidnischen Glauben auszumerzen, nicht ganz erfolgreich, und viele, einschließlich Kräuterkunde und Rituale, manifestierten sich weiterhin. Diese Bräuche waren vor allem in den entlegeneren Teilen Deutschlands wie dem Harz weit verbreitet, wo sie relativ harmlos weiter sprudelten, bis im 16. Jahrhundert eine Reihe von Faktoren aufeinander trafen, die eine weit verbreitete Hysterie über Hexerei entfachten (ebd.).

Heidnische Praktiken, die bis dahin mehr oder weniger akzeptiert worden waren, wurden plötzlich als „böse“ und „abergläubisch“ angesehen und diejenigen, die sie praktizierten, zum Tode verurteilt. Das mittelalterliche Deutschland war Zeuge einiger der größten und grausamsten Hexenverfolgungen der Geschichte. Die Walpurgisnacht wird aufgrund ihrer blutigen Vergangenheit sogar manchmal als Hexenbrunnen bezeichnet (ebd.).

Diese Massenhysterie verband sich mit dem Glauben, dass der Brocken – der höchste Gipfel des Harzes – Schauplatz von Hexensabbaten war. Diese sollen wilde und orgiastische Zusammenkünfte gewesen sein, bei denen sich Hexen mit Satan trafen, um Ärger, Unheil und Übel für das kommende Jahr zu planen. Es wurde allgemein angenommen, dass dies am 30. April stattfand – dem Datum, an dem der Teufel Wotan der heidnischen Legende nach seine geliebte Freya auf dem Gipfel des Brocken heiratete (ebd.).

Einige dieser Aktivitäten werden auch heute noch in den modernen Walpurgisnachtsfeiern in Deutschland fortgesetzt. Dazu gehören u.a das Verkleiden und das Aufhängen von gesegneten Zweigen von Laub an Häusern (ebd.).

Im Laufe der Zeit wurden abergläubische Überzeugungen jedoch allmählich durch den Glauben an Wissenschaft und Wissen ersetzt, und die Hysterie über Hexerei begann zu schwinden. Ohne die Ankunft der Romantik im 19. Jahrhundert wäre die Walpurgisnacht vielleicht ganz ausgestorben. Dies führte dazu, dass das Interesse an alten Bräuchen und Volksglauben wieder erwachte, die in Literatur- und Kunstwerken wieder aufgegriffen wurden (ebd.).

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Es gibt auch einige neue Traditionen, darunter das Anzünden von Feuerwerkskörpern und das Singen von Volksliedern. Der alte Brauch, Feuer anzuzünden, um böse Geister loszuwerden, hat sich in neue Bräuche verwandelt, wie zum Beispiel der berühmte Tanz in den Mai – ein riesiges Lagerfeuer, das gelegentlich eine hölzerne „Hexe“ enthält und am 30. April angezündet wird (ebd.).

Wenn die Flammen nachgelassen haben, findet der Kornsprung statt, bei dem Verliebte gemeinsam über das Feuer springen. Die Feierlichkeiten werden von reichlich Bier begleitet. Die größten Feste finden in Dörfern und Städten in der Nähe des Brockens statt, darunter Goslar und Thale, wo der berühmte Hexentanzplatz liegt (ebd.).

Unterdessen pilgern am 30. April weiterhin Tausende von Deutschen zum Grab der heiligen Walpurga in Eichstätt, um ein Fläschchen mit ihrem heilenden Öl zu sammeln, das als Erinnerung an die kuriose Doppelgeschichte dieses ungewöhnlichen Festes dient (ebd.).

Wie du Beltane auch zu Hause feiern kannst

Endlich überall Tulpen!

Von den Britischen Inseln kommt das Fest Beltane, das in der Mitte zwischen der Frühjahrstagundnachtgleiche und der Sommersonnenwende stattfindet. Es ehrt den Frühling auf seinem Höhepunkt und den kommenden Sommer. Wenn der Frühling ein fruchtbarer Frühling gewesen ist, haben die Regenfälle in der Regel eine reiche und fruchtbare Erde mit grünen Wäldern hervorgebracht. Beltane feiert das neue Leben, das während dieses jahreszeitlichen Übergangs entstehen wird (siehe https://www.learnreligions.com/beltane-4159809).

Die Feierlichkeiten zu diesem Ereignis beginnen am oder nahe der letzten Aprilnacht und dauern bis zum 1. Mai an. Das seit Jahrhunderten in Europa beobachtete Fest wird heute von vielen Menschen umarmt, die zu diesem Anlass Freudenfeuer anzünden, tanzen und Rituale vollziehen. (siehe https://www.learnreligions.com/beltane-4159809).

Eine Vielzahl von Kulturen hat im Laufe der Jahrhunderte den Beltane- oder Maifeiertag gefeiert. Die alten Römer beobachteten um diese Zeit die Floralia, ein Fest für ihre Göttin der Blumen. In dieser Zeit werden die vielen Gottheiten geehrt, die mit Beltane in Verbindung gebracht werden, wie z.B. Waldgötter, Göttinnen der Leidenschaft und Mutterschaft und eine Reihe von Gottheiten der Landwirtschaft auf der ganzen Welt. Götter wie Cernunnos und Artemis und die mythische Gestalt des Grünen Mannes spielen alle eine Rolle in der farbenfrohen Geschichte von Beltane. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Legenden und Überlieferungen darüber, wie man in dieser Zeit fruchtbarer werden kann – und das gilt nicht nur für die Menschen, sondern auch für das Land selbst (ebd.).

Beltane ist eine gute Zeit um:

  • Kräuterbeete anzulegen oder einfach Kräuter auf der Fensterbank zu haben.
  • Mit frischen Kräutern kochen
  • Eine Waldmeister-Bowle machen. Rezept siehe HIER.
  • Einen Altar zu Ehren der Beltane-Saison mit satten Grüntönen und Farben zu bauen, die die Frühlingsblumen widerspiegeln.
  • Kerzen in der Wohnung aufstellen, die das Beltane-Feuer symbolisieren. Fruchtbarkeitssymbole aus der Natur, wie Hörner, Samen und Blumen aufstellen
  • Blumenkränze flechten
  • Achtsam Spazieren gehen und erkennen, wie alles blüht.
  • Sinnlichkeit erleben, zum Beispiel eine Badewanne mit Blüten und Kräutern einlassen und das Wasser auf der Haut spüren und den Duft wahrnehmen.

Werdet selbst kreativ und überlegt: Womit könnt Ihr den Höhepunkt des Frühlings so richtig zelebrieren und genießen?

Viel Spaß und schönen 1. Mai!!

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